50plus

BMAS
Erfolgsgeschichten "50plus"
 
Erfolgreiche Vermittlung eines Ehepaares
 

Herr Frankowsky war einer der ersten Teilnehmer im Bundesprojekt „Perspektive 50plus“. Er arbeitete bereits vor Projektbeginn in Nebentätigkeit bei einem Motorenbetrieb in Hoyerswerda. Durch Kontaktaufnahme mit dem Arbeitgeber und dessen Weitervermittlung zum Arbeitgeberservice des Jobcenters Görlitz Nord, Standort Weißwasser, konnte Herr Frankowsky erfolgreich nach kurzer Zeit in Arbeit vermittelt werden.

Frau Frankowsky wurde ca. 2 1/2 Monate später in die Jobstation Weißwasser zugewiesen. Sie arbeitete in Nebentätigkeit in einer Filiale einer Drogeriekette. Eine Festeinstellung war leider nicht möglich. Es war sehr schwierig, eine passende Stelle für die Teilnehmerin zu finden. Immer wieder gab es Rückschläge zu verzeichnen: einmal waren es die fehlenden Kassenkenntnisse, beim nächsten Mal fehlte der PKW. Auf der Suche nach Alternativen erfuhr der Jobcoach von zu besetzenden Stellen einer Glasfirma in Weißwasser und informierte Frau Frankowsky. Es folgten Bewerbungserstellung und die Vorbereitung zum Vorstellungsgespräch. Dadurch, dass Frau Frankowsky bereits früher schon viele Jahre in dieser Glasfirma gearbeitet hatte, war die Auswahl für eine Pförtnerstelle schnell getroffen und sie bekam einen Arbeitsvertrag.

 

 
Frau Stodian und die "Alte Schmiede"

 

Im Bundesprojekt „Perspektive 50plus“ war Frau Stodian mit ihrem Start am 18.05.2011 eine der frühen Teilnehmerinnen. Während unseres ersten Gesprächs war bereits absehbar, dass ihre bestehende Nebentätigkeit eine aussichtsreiche Grundlage für eine langfristige Festanstellung in Vollzeit darstellt. Eine große Herausforderung war allerdings eine anstehende OP. Die hohe Motivation Frau Stodians, Abklärung mit dem behandelnden Arzt und einiger Überzeugungsarbeit beim Arbeitgeber führte dazu, dass die OP zurückgestellt werden konnte. Die folgenden Gespräche mit dem Geschäftsführer des Gasthofs „Alte Schmiede“, Herr Lehradt, mündeten dann in der Beantragung von Eingliederungszuschuss und einer festen Anstellung, von der aus Frau Stodian aller Voraussicht nach in den Ruhestand wechseln kann. Wir sind stolz darauf, dass trotz einiger Rückschläge die gute Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Akteuren des Projekts am Beispiel des Gasthofs „Alte Schmiede“ in nächster Zukunft zur 4. Einstellung führt.
 

 

Frau Hänel freut sich über ihren neuen Job

 

Am 22. Juni 2011 war Frau Hänel zum ersten Mal hier in der Außenstelle Weißwasser der Ausbildungsgesellschaft Rodig mbH. Skeptisch hörte sie vom Bundesprojekt „50plus“ und glaubte nicht daran, in ihrem Alter noch eine Anstellung zu bekommen. Als ausgebildete Verkäuferin und Verkaufsstellenleiterin konnte sie jahrelange Berufserfahrungen vorweisen und hatte auch fast 15 Jahre lang in Selbstständigkeit die Verantwortung für eine Verkaufsstelle. In diesem Beruf oder in einem ähnlichen Aufgabenfeld würde sie gern wieder angestellt sein − aber mit über 50?

In den folgenden Monaten unterstützten wir Frau Hänel bei der Stellensuche und der Erarbeitung vollständiger Bewerbungsunterlagen. Dabei erlangte sie praktisch nebenbei noch einige neue Fertigkeiten in der Computernutzung. Nach mehreren erfolglosen Bewerbungen nahm sie einen Minijob in einem Kantinenverkauf an. Das war zwar besser als ganz ohne Job, füllte sie aber auch nicht aus.

Anfang Dezember 2011 konnten wir ihr das Angebot unterbreiten, in einem Hähnchengrill als Helferin anzufangen. Ihr Bewerberprofil überzeugte den Arbeitgeber und mit einer abendlichen Probearbeit zur Vorbereitung der Verkaufswagen für den nächsten Tag begann die Erfolgsgeschichte. Dabei stellte sich nämlich heraus, dass der Chef vom Hähnchengrill auch einen Verkaufsfahrer suchte. Frau Hänel hat den PKW-Führerschein und traut sich diese Überlandfahrten in der Region nach einer kurzen Bedenkzeit durchaus zu. Auch die Eigenverantwortung für das Verkaufsgeschäft entspricht ihren Vorstellungen.

Ab Mitte Januar 2012 ist Frau Hänel bei der Firma „Max und Moritz“ angestellt und mit einem Verkaufswagen in unserer Region unterwegs. Vorrangig in Krauschwitz und Weißwasser kann man sich bei ihr einen leckeren gegrillten Imbiss schmecken lassen. Guten Appetit!

 

 

Frau Schneider arbeitet in dieser Saison wieder als Verkäuferin

 

Sie hat das Verkaufsgeschäft ursprünglich nicht gelernt, sich aber nach der politischen Wende mutig neu orientiert und mehr als 10 Jahre lang als Kassiererin in den alten Bundesländern ihren Mann gestanden. Danach war sie aus familiären Gründen gezwungen, in die Lausitz zurückzukehren. Eine versicherungspflichtige Arbeit fand sich nicht und so wurde sie im Juli 2011 mit dem Bundesprojekt „Perspektive 50plus“ bekannt.

Hier bei uns bekam sie Unterstützung bei den Bewerbungsunterlagen und ein aktuelles Foto wurde geschossen. Ihr wurden verschiedene Stellenangebote unterbreitet und sie konnte auch selbstständig im Computerkabinett auf Stellensuche im Internet gehen. Eine ausgebildete Physiotherapeutin hat Sie angeleitet, ihre Muskulatur im sensiblen Rückenbereich zu stärken.

Im März 2012 machten wir sie auf ein saisonales Stellenangebot aufmerksam. Ein Spreewaldbauer suchte für seinen Verkaufsstand in Weißwasser 2 Verkäuferinnen für die Gemüsesaison. Nach Sichtung der eingegangenen Bewerbungsunterlagen entschied er sich u. a. für Frau Schneider. Trotz deren kurzfristiger Erkrankung hatte der Arbeitgeber das Interesse an ihr nicht verloren. Nach ihrer Genesung arbeitete Frau Schneider gleich vor Ort in Weißwasser einen Tag auf Probe und ist jetzt befristet für die aktuelle Saison beim Spreewaldbauer Ricken eingestellt. Im Verkaufsstand „Erdbeere“ kann man bei ihr Spargel, Erdbeeren und andere Produkte der Saison erwerben.

 

 

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